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Cantharienpflaster

CANTHARIDENPFLASTER

Der Einsatz des Cantharidenpflasters unterliegt einer jahrhundertealten Tradition. Aschner bezeichnete das Cantharidenpflaster als "weisse Schwester der Schröpfkunst". Während hier die Wirkung über die Lymphe erzielt wird, steht beim Schröpfen das Blut im Vordergrund.

Therapieziel: Entzündungshemmend

Schmerzlindern

Antiödematös (gegen Schwellungen)

Durchblutungssteigernd Anwendungsbereiche: Arthrose bedingte Schmerzzustände im gesamten Wirbelsäulen-Bereich

Schulter-Arm-Syndrom

Chronische Gelenkleiden wie Schulter-, Ellbogen-, Hand-, Hüft-, und Kniegelenksleiden usw., Arthosen

Morbus Bechterew

Klimaktorische Depression Anwendung am Ort der stärksten Schmerzen



Wirkungsweise
Das Cantharidenpflaster führt auf der Haut zur Bildung einer Blase, wie sie bei einer Verbrennung 2. Grades entstehen würde. Je nach Erkrankung entwickeln sich Blasen mit einem Durchmesser von 1-5 cm. Die Cantharidenwunde wird stark durchblutet und schmerzt wie eine Verbrennung. Die Haut über der Blase wird vom Therapeuten punktiert und die enthaltene Blasenflüssigkeit entfernt. Sie gibt noch etwa zwanzig Stunden bis zu sieben Tagen wässriges Sekret ab. Dies ist die erwünschte therapeutische Wirkung und die Methode wird daher auch häufig als weißer Aderlass bezeichnet.

Gelegentlich wird dem Patienten zur Steigerung der Wirkung dieses Sekret in den Muskel gespritzt.

Die ausgelöste heftige Körperreaktion soll verschieden heilende Wirkungen haben:

Bei unterschiedlichen Schmerzzuständen soll die Entzündung als „Gegenreiz“ die Schmerzen lindern.
In der Blase sammelt sich Lymphflüssigkeit. Mit dieser Flüssigkeit sollen schädliche Stoffe nach außen abgeleitet werden.
Durch die Steigerung der Durchblutung wird lokal der Stoffwechsel angeregt. Alle Organe die von demselben Rückenmarksabschnitt mit Nerven versorgt werden wie die angeregte Haut, sollen ebenfalls aktiviert werden.
Die Entzündung aktiviert sowohl das Immunsystem, reduziert aber auch anderweitige entzündliche Prozesse.



Wechselwirkungen
Für die Dauer der Behandlung soll die Haut keiner UV-Strahlung ausgesetzt werden.
Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Nebenwirkungen

Wenn das Pflaster vorzeitig  oder unsachgemäß entfernt wird, können Entzündungen entstehen.
Der Cantharidinextrakt reizt die Harnblase. Während der Behandlung sollte daher viel getrunken werden.
Um eine Schädigung der Niere und lokal abgestorbenes Hautgewebe (Gangrän) zu verhindern, sollten nicht zu große Mengen des Cantharidinextrakts eingesetzt werden.
Bei entsprechender Neigung kann es zu Hyperpigmentierungen (= dunkle Verfärbung) der behandelten Stelle kommen oder es können Narben entstehen. In der Regel verläuft die Heilung aber narbenfrei.

Gegenanzeigen
Der Extrakt reizt die Harnwege. Bei Entzündung der ableitenden Harnwege und Nierenerkrankungen soll die Methode nicht angewendet werden!
Auch sollte der Extrakt von offenen Wunden, unklaren Hautveränderungen,  Schleimhäuten und akut entzündeten Gelenken ferngehalten werden. Auch die Gelenkbeuge, und Hautareale mit sichtbaren größeren Gefäßen sollten unbehandelt bleiben.
Bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, Bluterkrankungen mit Gerinnungsstörungen, arteriellen Durchblutungsstörungen mit abgestorbenem Gewebe (Gangrän) soll die Therapie nicht angewendet werden.
Auch Wasseransammlungen im Gewebe durch Blut oder Lymphstauung (Stauungsödeme) sind eine Kontraindikation.
Bei akuten und chronischen Systemerkrankungen muss der Therapeut sorgfältig abwägen.
Menschen mit sehr empfindlicher Haut, Pflasterallergien, Wundheilungsstörungen oder einer angeborenen Tendenz zu einer überschießenden Narbenbildung sollten nicht behandelt werden. Dunkle Hauttypen neigen zu dauerhaften Hautverfärbungen.